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Anforderungen an ein Flugmodell für Dynamic Soaring1. Berechnung der Lastvielfachen......damit klarer wird, wie groß die Belastung z.B. für die Tragfläche im Schnellflug wird, hier ein paar Rechenbeispiele: Berechnung des Lastvielfachen im Looping (bzw. im Kreisflug):
(Quelle: MTB Moderner Tragflächenbau, Seite 65)
Die Werte für 100 m/s und 120 m/s sind aber zu hoch angesetzt - denn kürzere Intervalle als ca. 2,4 Sekunden pro Kreis sind normalerweise nicht realistisch., entsprechend reduziert sich dann die Belastung wieder. Das sind natürlich nur die Werte für kreisrund und gleichmäßig geflogene Kreise, von den "brutalen" Schlägen mal ganz abgesehen, die beim Wechsel zwischen Luv und Lee auftreten..... .....ich denke mal, ein Sicherheitsfaktor von nicht unter 2...(.....ohne Garantie....) ist da nicht so ganz falsch.......sonst kracht es irgendwann in der Luft! Will einer also mal so eben die 300 km/h überschreiten wollen, sollte das 2-kg-Modell einen guten Holm haben, der eine gleichmäßig auf die Fläche verteilte Last von rund 100 kg aushält! Das sind 4 Säcke Zement auf der Fläche verteilt............denn bau mal schön! Das geht nicht ?? Dann schau mal hier:
Fotos eines Belastungstestes: dynamic soaring Fotos - DS-Blade Erweiterung 28.11.04: Die Maximalbelastung einer Fläche wird bei höchstem Speed und starkem Höhenruderausschlag erreicht - die meisten Profile erreichen durchaus Auftriebsbeiwerte höher als 1,0 ! Wenn man das rechnet für den 2-kg-Flieger (Opus-Größe) ........... z.B. 420 km/h (Kyle Paulson ..... ), dann entsteht eine sagenhafte Lastvielfache n = 140 !! Da ein Profil diesen Auftrieb liefern kann, ist also in Extremsituationen mit solchen Belastungen zu rechnen, in der Regel führt das zum Bruch der Fläche, siehe Video Opus bei 232 mph (gliderking .... ist leider offline....) Natürlich nur, wenn man solch eine Geschwindigkeit erreicht hat und dann einen Looping mit 20 m Durchmesser hinlegt ............ aber: ein Profil kann das leisten - also Vorsicht!
Ach ja - von wegen Aufballastieren + Durchzug..... ........ jedes zusätzliche Ballast im Modell erhöht natürlich auch die Belastung.......lieber das Gewicht in Form von zusätzlicher Kohleverstärkung einbringen - und auf Ballast verzichten! Ausserdem kann ein sehr schweres Modell nicht so gut "um die Ecke springen", der Flugradius steigt vielleicht unnötig, der optimale Kreis wird nicht mehr getroffen - bringt nicht wirklich was. Ein größeres Modell kann vielleicht mit ca. 65 g/dm² Flächenbelastung fliegen, ein Modell unter 2 m Spannweite sollte nicht mehr als 50 oder 60 g/dm² haben.
2. Ruderflattern .....Das Flattern der Ruder zu verhindern ist sehr wichtig, folgende Punkte spielen eine Rolle:
3. Berechnung der Rudermomente
Für die Berechnung der Rudermomente habe ich auf der Seite des Flight Sport Club Siewisch e.V. (Dietrich Meissner) etwas richtig Nützliches gefunden:
Bitte hier das Programm "Berechnung der Ruderkräfte" herunterladen: http://home.germany.net/100-173822/Rudermoment3.zip
Sollte jemand auf die Idee kommen, die Anlenkungen zu ändern, z.B. auch an den Flächen nur 8 mm Abstand zur Scharnierebene (z.B. für eine verdeckt eingebaute Anlenkung wie bei F3B-Wölbklappen), dann ergibt sich z.B. bei einer Geschwindigkeit von 100 m/s ein Servomoment von 59,1 Ncm. Oder: wäre das Querruder z.B. 650 mm lang und 50 mm tief wie bei einigen F3B-Modellen, ergibt sich bei 100 m/s (Flächentiefe 230 mm; Anlenkung 8 mm/16 mm; CA 0,5; Ruderausschlag 14 mm) ein Servomoment von 97,5 Ncm! | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||