Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Wieviel darf ich einem F3F-Modell zumuten ?
Hallo, ich bin hier neu u.hab schon viel in diesem Forum gelesen u.gelernt!
Nun hätt ich aber eine Frage: wieviel darf man einem Serien F3F-Modell zutrauen, oder anders, hab ichs vieleicht übertrieben? Meinen neuen Viking Doppelcarbon hab ich mit Ballast, Modellgewicht ca.3.2kg, aus gemessenen 420m senkrecht angestochen, sanft abgefangen u. in Augenhöhe bei, für mich doch beachtlicher Geschwindigkeit, voll durchgezogen um einen 4Eck Looping zu fliegen. Es gab einen Knall u.der Flächenverbinder brach ab! Die Fächen blieben total unbeschädigt. Hab ich dem Modell zuviel abverlangt? Der Hersteller sagte mir dass es unmöglich sei den Verbinder im Flug zu brechen, er wäre beschädigt gewesen, was aber sicher nicht war. Ich bekomme jetzt einen verstärkten Verbinder, kann ich eurer Meinung nochmal so ein Manöver wagen oder ist das schlichtweg zuviel für ein Serienmodell?
Grüsse aus Südtirol
Willi
Hallo Willi,
herzlich willkommen hier im Forum! Schön zu hören, dass Du schon viel gelesen und gelernt hast. :)
Da hast Du Glück gehabt, dass bis auf den Verbinder nichts gebrochen ist! Ist der Rumpf beschädigt worden? Hätte auch nicht gedacht, dass der Verbinder selbst bricht. Meistens macht vorher der Holm bzw. die Anbindung zwischen Holm und Verbinder Probleme. Wenn es nicht sowieso schon vorher zu Ruder- oder Flächenflattern kommt.
Aus über 400 Meter mit so einem Modell (mit viel Ballast) herunter und dann voll ziehen ist mutig! Manche Modelle halten dies aus, manche machen schon viel früher schlapp. Ich hätte beim Viking keine Probleme erwartet, aber es ist grenzwertig.
Vielleicht hatte der Verbinder fertigungsseitig schon einen Mangel (wie z.B. eine kleine Welle in den Fasern, sowas kann beim Einlegen passieren...)?
Ich gehe mit F3F Modellen vorsichtiger um. Oft sind es ja auch Leitwerke oder Ruderanlenkungen, die plötzlich Probleme machen. Diese Modelle sind nicht für solche Manöver gebaut...
Vielleicht melden sich ja auch noch Viking Piloten zu Wort?
Viele Grüße
Jaro
Mark Walz
08.07.2009, 10:33
Hallo,
interessant wo der Verbinder gebrochen ist!
Genau an dem "Höhensprung", der exakt an der Kante Übergang Fläche zu Rumpf ist.
Zufall? ;-)
Habe auch einen Viking allerdings in der normalo Version. Unballastiert hat er das allerdings schon ausgehalten.
Grüsse
Danke für die Antworten, der Rumpf ist leider auch beschädigt, er ist im Verbinderbereich etwas ausgerissen, aber reparabel. Überhaupt zeugt der Rest des Vikings für eine gute u.steife Bauausführung! Empfänger u.Servos(94761z) sind aber dahin, der Ballast lies sich dadurch nicht stoppen. Wegen Ruderflattern hatte ich eigentlich keine Bedenken, habe besonders auf steife Anlenkungen,Spiel, gute Servos (Airtronics 94761), verbaut mit Gegenlager, Servowegausnützung ecc.geachtet. Bin am überlegen ob ich mir einen Verbinder aus INOX fräse, das müsste halten u.ich lass dann halt den Ballast weg. Der org.Verbinder sollte laut Inseiderkreisen 1300kg halten, ich glaub nicht dass ich das ereicht habe.
Willi
leinad.w
09.07.2009, 09:23
guten morgen willi,
tut mir leid wegen deinem flieger. ich hätte das nicht so ausgereizt, wie jaro schon sagte... :o
1,3 tonnen... hihi... ne, die haste denke ich nicht erreicht! dann wäre der flieger völlig zu staub zerfallen... ;)
ich glaube fast wie jaro, dass der verbinder halt nicht gut gefertig war. schneide die reste doch mal kurz hinter der bruchstelle durch. vielleicht sind die fasern noch nicht mal richtig getränkt worden... sowas habe ich auch schon gesehen. die produzenten stehen ja meist unter zeitdruck und dann passieren eben fehler...
ansonsten den f3f-flieger nicht mehr belasten, als das es bei seiner bestimmung der fall wäre... :) dann kann nichts schief gehen!
viele grüße aus hannover vom daniel... :)
Artur Blömker
09.07.2009, 10:49
Hi Willi!
Ich habe auch einen Viking, habe ihn aber nicht so stark belastet, und bin trotz Doppelcarbon nur leichtestes DS damit geflogen. Ich würde mir einen neuen Verbinder bestellen, vielleicht kann man einen extra stabilen ordern.
Mein Verbinder wiegt 117 g - vielleicht vergleichst Du mal.
Den Höhensprung auf der Verbinderoberseite (den Mark anspricht) ist in der Tat nicht so glücklich, falls die Fasern da umgelenkt werden, ist das nicht so toll - ausgerechnet in der Druckzone. Eventuell hat der Hersteller da aber auch Material unterfüttert und die Fasern laufen gerade.
"Fette" Ablasser weiss ich von Memo, aber ob er dann voll zieht, weiss ich nicht. ;)
Gruss Artur
Danke Arthur für die Gewichtsangabe, mein Verbinder wiegt nur 83g, da wurde wohl gespart! Jiri hat mir versprochen einen extra stabilen zu bauen, mal schaun! Ich werd mir wohl für solche Manöver ein anderes Modell zulegen müssen!
Gruss Willi
Bob Hopman
09.07.2009, 11:58
Hallo Willi,
du meinst nicht Jiri sondern Vaclav Vojtisek oder? Ah nein ich sehe schon, es gibt auch ein Jiri bei VV Model :) hahaha
Ich habe daheim 2 Verbinder mit unterschiedliche Winkel... ich werde mir die Gewichte heute Abend auch mal auf schreiben!
Liebe Grüsse,
Bob
segelflieger
09.07.2009, 16:38
...."Fette" Ablasser weiss ich von Memo, aber ob er dann voll zieht, weiss ich nicht. ;)
Gruss Artur
@Willi
Ich habe selbst keinen Viking, bei uns am Hang fliegen jedoch mehrere.
Ablasser aus 400 Metern werden da meines Erachtens häufig geflogen und Memo, den Artur anspricht, zieht das Ding dann schon ums Eck (für feinmotorischere Bewegungen ist er ja eher unbegabt....:D).
Bislang erschien mir aus meiner Beobachtung heraus der Viking immer als enorm robust, wobei hier bei uns keine Doppelcarbon-Versionen fliegen, sondern die ganz normale Glasversion. Ich hätte aufgrund der bisherigen Flugbeobachtung meiner Kameraden keine Bedenken einen Viking aus 400 Metern abzulassen und ums Eck zu ziehen, zumindest nicht mit einem leeren oder halbleeren Modell.
Voll aufgebleit ist das natürlich auch noch einmal eine andere Sache....
Ich könnte mir zudem vorstellen, daß bei der Glasversion die Fläche einen Teil der Biegearbeit übernimmt, während bei der wesentlich höheren Steifigkeit einer Doppelcarbonflächen dann alle Last auf den Verbinder geht.
Da hätte der Verbinder vielleicht in der Tat etwas robuster ausgelegt werden sollen, wobei: irgendwann gibt halt immer irgendwas nach!
Ich würde mir an Deiner Stelle auch einen stabileren (vollen) Verbinder besorgen/ machen lassen und mich zudem das nächste Mal vielleicht etwas vorsichtiger an die "Grenzen" herantasten.
Artur Blömker
09.07.2009, 18:17
2 Verbinder mit unterschiedliche Winkel
wusste ich gar nicht .... Bob, Du hast doch "nur" noch den Ascot, ist´s der gleiche Verbinder wie beim Viking? Wie sind die Unterschiede?
Gruss Artur
Bob Hopman
09.07.2009, 19:33
Hallo nochmal,
ich glaube der Verbinder vom Viking ist gleich geblieben im Ascot. Ich hatte standard damals einen Verbinder zum Ascot mit grosse Winkel. Dieser wiegt übrigens 112 Gr. Musste leider mal neue Fläche kaufen ;) Dann habe ich einen neuen Verbinder mit nur 2 Gr. dazu gekauft... besser für Speedwenden. Dieser wiegt übrigens auch "nur" 84 Gr.
Angeblich hat Vaclav früher ein wenig mehr Material eingesetzt als heute!
Liebe Grüsse,
Bob
Mehmed Borovac
09.07.2009, 23:27
Hi!
Mein Viking ist eine ganz normale 93-er Version, er macht vollziehen aus 400m mit vollballast mit ,mehr würde ich ihm aber auch nicht zumuten, das ist schon richtig an der Grenze, ich würde mich nicht wundern wenn er mal platzen würde. Ein mal hab ich den Fehler gemacht und ihn mit vollballast aus der Wolke abgelassen, im unterem "leichten" Abfangbogen haben die Flächen deutlich tordiert und mächtig gearbeitet. Sonst kann ich bestätigen das der Viking hart im nehmen ist, unballstiert macht er so ziemlich alles mit was man sich vorstellen kann.
Da ich seit neuestem meine eigenen Europhias gerade für solche Einsatzzwecke fertige ist der Viking in den Ruhestand entlassen worden, vollballastierte Ablasser wird der nicht mehr mitmachen müssen.
Grüße, Memo
Guten Abend,
danke erst mal für die vielen Antworten!:):):)
Ich hab mir den Verbinder nochmals genauer angesehen u. glaube dass der Tipp von Leinad.d. (Daniel?) vieleicht doch etwas an sich hat, der Bruch ist auf der Oberseite "glatt", auf der Unterseite ist er sehr "fransig", die Fasern lassen sich auch leicht auseinanderziehen u.sehen sehr "trocken" aus, glaube die waren vieleicht doch zu wenig getränkt. Auch ist in der Verbindermitte Schaumstoff drin u.genau beim Kantensprung ist in Querrichtung so etwas wie ein Harzsteg, siet aber nicht aus als wär das absichtlich so gemacht. Jedenfalls hat mir Memo wieder Mut gemacht, sobald mein Viking wieder aufgebaut ist (mit verst.Verbinder) versuch ichs nochmal!
Grüsse Willi
leinad.w
10.07.2009, 10:02
jupp, leinad.w = daniel... :)
Hallo, hab gestern meinen "neuerweckten" Viking mit verstärktem Verbinder eingeflogen u.wieder aus 400m mit Ballast angestochen. Den anschließenden, gerissenen 4-Eck Looping hat er überstanden. Man sah aber dass sich die Flächen schon ordendlich bogen, werde das in Zukunft wohl lassen um das Modell zu schonen! Wäre schade wenn der Viking wieder kaputt ginge, bin ja eigentlich ganz zufrieden damit.
Gruss Willi
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