Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Neue technik beim Formenbau
Hallo Jungs
Ich möchte Euch mal meine Erfahrungen im Formenbau preis geben.
Die Idee dazu kam von Thomas Nothdurft von wem äch sonst!!
Mein Bruder und ich haben das ein positiv HLW von der Diva in MDF (verpresste Holzplatte) gefräst. (Mit meiner neuen EAS Portalfräsmaschine)
Aller Anfang ist schwer, doch jetzt läuft alles wie geschmiert.
Wir konnten mit einem 6mm Kugelfäser eine sehr gleichmässige und feine Oberfläche fräsen. -0.02mm Untermass
Nach ein wenig schleifen hab ich zweimal UP Farbe darauf lackier ca. 0.03-0.04mm. Danach haben wir das ganze noch mals gefräst auf Mass +0.01mm, so dass ich mit 600 Nassschleipapier und dann 1200/1500/2000= Politurpaste und Polierschwabelscheibe eine geniale Oberfläche bekommen habe.
Das ganze möchte ich nun mit blauem Formen Harz und Kohlegewebe abformen.
So wie es bis jetzt aussieht kommt das sehr gut!! Ich werde Berichten.
Hallo Patrick,
Dein Ergebnis sieht sehr schön aus!
Habe die letzten Urmodelle aus ACRYL-Glas fräsen lassen. Ist zwar etwas teuerer, aber Du sparst einige Arbeitsgänge. Bei entsprechender Rautiefe haben wir mit 1200er Naßschleifpapier begonnen. Es endete nach relativ kurzer Zeit mit 4000er.
Von großem Vorteil ist es für Deine Schleifkontrolle, wenn Du Dein Urmodel, egal aus welchem Werkstoff, schwarz einfärbst, denn dann siehst Du "einfach alles".
Die letzten Formen haben wir auch mit dem "blauen von CIBA" gebaut. Einwandfreies Ergebnis.
Heute würde ich lieber ein polierfähiges Formbausystem verwenden.
Z.B. fallende Schraubendreher können verheerend wirken. Könnte man dann spachteln und nachschleifen, ohne dass der Glanz verloren ginge......... wäre das schön!
Aber dadurch solltest Du Dich von deinem Vorhaben nicht abbringen lassen.
Der Anfang ist gemacht, und sieht toll aus.
Bin auf Deine bebilderten Fortschritte gespannt.
mfg
Paul
Fibricus
02.12.2009, 19:53
Hallo Patrik,
sieht wirlich gut aus!
Ganz neu ist das aber nicht...
Und in letzter Konsequent durchgedacht landest Du dann bei Formen wie sie seinerzeit auch Schempp-Hirth schon fast richtig machte:
Bei Schempp lief das so:
Sehr hartes Bockmaterial konturnah auf der FORMRÜCKSEITE fräsen (nur Schubben...) dann GFK-Hinterbau.
Dann rumdrehen und auf Endmaß fräsen und schlichten. So blieb nur eine sehr Dünne Schicht Blockmaterial übrig (ca. 5mm)
Der einzige "Fehler" war Blockmaterial zu stückeln und nicht einen Konturnahen Block gießen zu lassen.
Das mit einem Richtig guten Block-Material und noch dünneren Restschichten und Du hat ein nettes gefrästest Kohle-Förmchen...
Gruß
Tobias
Hier ein paar neue Bilder
Das Resultat kann sich sehen lassen.
Für die QS Prüfung schicke ich das ganze zu Thomas und Hannes.
Hallo Patrick,
wir stehen auch kurz vor dem Fräsen und da hätte ich eine Frage,
da Bild und Text für mich nicht ganz zusammenpassen.
Es sieht so aus, dass Ihr keine Nut an der Naseneiste sondern genau Auf Maß zur Trennebene gefräst habt und die Harzrinne hinten sieht auch nicht rund aus. Das geht aber nicht mit einem Kugelfräser.
Laut Text habt ihr einen 6mm Kugelfräser genommen, dann entsteht aber zwangsläufig ein 3mm Radius.
Wenn ihr einen zylindrischen Fräser genommen hattet, wie rund bzw. wie gut wurde dann die Formkante an der Nasenleiste. Man kann dann zwar scharf kantig fräsen, aber nicht in die Ecke hinein schleifen / Polieren.
Hans
Hoi Hans
Gut gesehen!! An der Nasenleiste entlang sind wir mit einem Schaftfräser entlang. An der Kante entlang musste ich nicht schleifen absolut unnötig. An der Nase natürlich schon. Das ging aber ganz gut.
Die abgeformte Kante ist in meinen Augen ausreichend scharfkantig.
Für die Harzrinne haben wir auch ein Schaftfräser verwendet. Dazu haben wir aus MDF den Stempel gefräst und eingelegt.
Kann mir einer verraten was das für ein Formenharz ist?
Danke
Aurel
Mehmed Borovac
18.12.2009, 20:55
Kann mir einer verraten was das für ein Formenharz ist?
Danke
Aurel
Hi!
Das wird das Ebalta OH 6-1 sein. Farbe Blau, nicht polierbar, wiederstandfähig, da nicht polierbar müssen die Urmodelle sehr gut sein.
Detlef darf mich korrigieren wenn etwas nicht stimmt, er kennt sich mit Ebalta gut aus (warum wohl ;))
Oder noch besser, der Patrick weis wohl am bessten was er genommen hat.
Grüße, Memo
P.S. sieht richtig gut aus Pedde
Hallo Jungs
Hier das Formen Harz:
Vantico Rengel SW 404
Das nächste wird das Neukadur sein.
Hallo Formenbauer und Harzer,
mit Ciba-Harz SW 404 und dem Ciba-Härter HY 956 haben wir sehr gute Ergebnisse erzielt.
Der ursprünglich empfohlene Härter HY 2404 war uns zu zäh.
Das gesamte System haben wir bei der Firma Schurg bezogen.
Der Härter 956 ist dünnflüssiger und "verdünnt" somit die ganze Angelegenheit etwas. Die Feinschicht war wesentlich einfacher und ohne große "Reibung" auf der Wachsschicht aufzutragen.
Da wir die Formen mit drei Leuten fabriziert haben, hat einer nur gemischt, und zwei haben gepinselt.
Bei dieser Arbeitseinteilung konnten wir das Formenharz auf ca. 39 Grad erwärmen. Dadurch war es noch (schneller) einfacher zu verarbeiten.
Im Anhang ein Bild eines frisch abgezogenen Rumpfformteils.
mfg
Paul
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