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28 DS am Black Mountain - neuer Europarekord mit 265 mph / 426,5 km/hTexte, Video und Fotos von Dietmar Metz und Hannes Niethammer - 31. Januar 2008
Video: Black mountain 31.01.08 (115 MB) Sreenshots:
Bericht: Altweiberfasnacht, 80 km/h Windvorhersage und dies genau auf unseren auserwählten Spot ! Dies war die richtige Vorraussetzung für drei „DS-Besessene“ bei 0-4° (+) zum Hangfliegen zu fahren. Hannes stand extra um halb fünf auf um vorher wenigstens noch drei Stunden zur Arbeit zu kommen (von den von uns bis zu 840 geleisteten Kilometern mal ganz abgesehen...). Als wir dann endlich um 14 Uhr vor Ort angekommen waren, wurde auch gleich die erste Windmessung durchgeführt, mit 92 km/h Spitze sah es ganz viel versprechend aus. Hannes Niethammer flog als Erster mit der selbst gebauten DS-Diva (Gemeinschaftsprojekt mit Patrick Häusler (Schweiz)) und erreichte auch gleich über 239 Meilen pro Stunde (383 Km/h). Anschließend startete Joe Mnich. Ihm gelang mit dem Opus MC3 nach kurzer Eingewöhnungszeit seine neue persönliche Höchstgeschwindigkeit von 214 mph, musste nach einer Baumberührung aber zum Modellcheck landen. Erstaunlich was so ein Opus MC3 aushält! Bei weit über 300Km/h einen Ast gestreift, aber nach der Landung konnte die genaue Stelle jedoch nicht mal ausgemacht werden. Dietmar flog als Dritter mit dem SRTL 249mph (398 Km/h). Es war kaum zu glauben. Wir waren nun richtig heiß auf einen neuen Rekord!! Während Hannes zum zweiten Flug startete, riefen wir bei Artur Blömker (www.dynamic-soaring.de) an um einen neuen Europarekord anzukündigen. Der bis dahin aktuelle Rekord wurde nur 6 Tage vorher von Artur Blömker mit SRTL auf 400 km/h und noch am gleichen Tag von Jaromir Ufer und einem selbstgebauten Opus auf sogar 421km/h hochgesetzt. Und tatsächlich, Hannes flog permanent um 240-250 mph und erreichte in einer Böe 263 mph (423 Km/h) und war somit neuer Europarekordhalter. Die DS-Diva zeigte dabei keinerlei Schwächen und wendete trotz enormen Speeds unheimlich eng, ohne Fahrt zu verlieren. Der Wind nahm gegen Nachmittag wie vorhergesagt weiter zu, glücklicherweise blieb der gemeldete Regen aus. Daher konnte Joe im zweiten Versuch den Opus MC3 auf 242 mph beschleunigen, was für das "leichte" Modell eine erstaunliche Leistung war. Überaus zufrieden landete Joe das Modell trotz Sturm in die Hand, unglaublich (ob dies wohl so geplant war?). Jetzt war Dietmar mit dem SRTL wieder dran, und dank Wind konnten 265 mph geflogen und auch gemessen werden, erneut neuer Europarekord! Das Messen gestaltete sich bei dieser Geschwindigkeit schwierig. Bei vielen sehr schnell geflogenen Runden wurde keine Geschwindigkeit angezeigt. Die Zeit, die das Modell auf uns zu kam, war sehr kurz - gemessen an der Erfassungszeit der Radarpistole. Setzt man diese Fahrt in Höhe um, schießt man locker über 400 m hoch. Theoretisch sind 715 Höhenmeter ohne Beachtung von Verlusten möglich. Nach einem Schuß nach oben war es trotz der relativ hohen Flächenbelastung durch den Höhenwind schwierig, vor dem Hang zu bleiben. Nur ein Sturz mit dem Wind und anschließendem Vorfliegen erlaubten dies. Alles war ganz geblieben und wir hatten den neuen Europarekord endlich in der Tasche. Beim Sonnenuntergang kehrten wir zufrieden mit unseren Modellen zum Auto zurück und traten die Heimreise an. Wir (und damit die "Europäer") rückten damit auch näher an den aktuellen Weltrekord heran, welcher Anfang 2008 in den USA mit 313 mph erflogen wurde. Auf der Rückfahrt im Auto ließen wir eine kleine Party steigen und freuten uns über die zahlreichen Glückwunsch-SMS und Anrufe bezüglich des neuen Europarekordes. Unseres Erachtens bräuchte man für eine weitere Steigerung des Speeds höhere Windgeschwindigkeiten, und ggf. auch eine höhere Flächenbelastung. Beachtenswert: die 426,5 km/h Grundgeschwindigkeit ergeben beim Durchfliegen der Grenzschicht in ca. 100 km/h Gegenwind über 500 km/h "Airspeed". Welche Auswirkungen in diesem Geschwindigkeitsbereich ein unnötiger Luftwiderstand am Modell anrichten kann, muss nicht erläutert werden! Eine schnellere Radarpistole (Erfassungszeit) wäre ebenso wünschenswert, da viele schnelle Kreise leider nicht gemessen werden konnten. Trotz all dem Spaß und dem Speed darf man die Qualität des Materials nicht außer acht lassen. Bei solchen extremen Geschwindigkeiten muss alles zu 100 % in Ordnung sein. Die Modelle müssen extra für solche Belastungen ausgelegt sein. Zusätzlich sollte man beim Fliegen einen ausreichenden Sicherheitsabstand zu sich und vor allem zu seinen Helfern wahren.
Hannes Niethammer und Dietmar Metz
SRTL:
DS-Diva:
Hannes und Dietmar, wir danken Euch ganz herzlich für Euren Bericht und die Fotos! Artur, Bob, Tim und Jaro
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