www.dynamic-soaring.de

     

                         update 20. Februar 08

     

home     Videos     Modelle     Stories     Profile     Bauberichte     Flugtechnik     links     Forum     DS-Speeds     Impressum     Datenschutz

 

       

 

Übersicht Stories

4    Dietmar - DS mit 328 km/h 07. Januar 2005

Text und Fotos: Dietmar Metz

Am Dienstag den 4.1.2005 war der erste Wetterbericht für eine neue DS-Seite recht günstig. Also hieß es Akkus laden und fliegen gehen. Bei 35km/h Wind Vorhersage und gemessenen 60km/h auf der Hangspitze hatten wir bei 7°C tolle Flugbedingungen. Es dauerte zwar etwas, bis wir den optimalen Kurs hatten, gegen Abend flog ich dann aber einen neuen persönlichen Rekord mit 299km/h oder 186 mph. Leider unter 300km/h, aber die Vorhersage für Samstag versprach mehr Wind (52km/h) aus idealer Richtung, das Ziel war also klar! Da sich kurzfristig die Möglichkeit ergab, am Freitag bereits bei gemeldeten 40km/h zu fliegen,  wurde kurzerhand ein Hotelzimmer reserviert und mit dem Fliegen bereits am Freitag Nachmittag begonnen. So konnte ich stetig zum Abend hin meine Höchstgeschwindigkeit auf 189, 191, 196 und zuletzt auf 204 mph erhöhen. Das entspricht 328km/h!!!  (Anm. Artur: Dietmar hat eine Radarpistole, die auf mph eingestellt ist)

Video Dietmar Metz mit 328 km/h

 

   

Allerdings zerlegte es bereits am Freitag schon ein F3B Kohle-Modell wegen Seitenruderflattern (das war natürlich nur der Anfang vom Ende......) und es gab weitere kleinere Schäden. Daher wurde nachts noch an meinem Nyx die Servobefestigung optimiert (Dank an alle Helfer!)

 
 

 

     

 

Am nächsten Tag hieß es dann um 6:00 Uhr aufstehen, 6:30 Frühstück und um 7:30 ging es mit allem Gepäck den Berg hinauf. Es war sternenklar und der Mond sowie die Morgendämmerung haben uns den Weg gezeigt. Der Wind wehte extrem mit 10°C PLUS (im Januar ........)) und wir kämpften mit Steinsturm und extremen Böen die uns fast selbst zum fliegen brachten. Es war ein überragendes Erlebnis dann in der Morgenröte die Windgeschwindigkeit zu messen: 75, 80, 88, 91 km/h innerhalb wendiger Sekunden. Joe entließ dann das Modell souverän in die Naturgewalten. Fliegen war erstaunlich einfach am Hang trotz des Orkans. Die gemessen Geschwindigkeiten vor Sonnenaufgang kamen wie folgt: 120, 156, 180 dann verließ ich den Kreis wieder. Der Sound, den der Flieger dabei produzierte, war sehr beeindruckend. Aufgrund der weit entfernten Flugbahn vom Hang hatten wir leider keine Möglichkeit, direkt in Flugrichtung die Geschwindigkeit zu messen, wodurch der Meßfehler enorm ausgefallen ist.

 
 

Im nächsten Versuch ging es genauso wieder los, Beschleunigung wie mit Nachbrenner .... .....PENG ......... und der Rumpf war in der Luft einfach durchgebrochen. Ursache waren die großen Beschleunigungskräfte in den Wenden in Kombination mit dem vielen Trimmblei (390gr + Akku) und einem hierfür offensichtlich zu schwachen Rumpfkonus im Bereich der Haube . Der Flügel hat es recht gut überlebt, was bei der Geschwindigkeit absolut für die Festigkeit spricht.

Also kam das B-Modell dran, allerdings ohne Ballast und mit einer verklebten Kabinenhaube. Trotzdem flog das Modell sehr ruhig aber extrem schnell. Leider bekamen wir keine Geschwindigkeitsmessung zustande. Entweder ist die Pistole zu langsam oder ich flog zu weit draußen. Plötzlich begann der Flieger an zu brummen und es löste sich ein Querrruderservo ........... glimpflich! Die Landung auf dem Hang im Sturm war dennoch problemlos.

 Nun ist bauen und verstärken angesagt .... aber wie stark muß der Rumpf nun werden?

 
 

Wir haben das ganze noch mal näher untersucht und den hinteren Rumpfteil einer zerstörenden Prüfung unterzogen. Der Rumpf wurde an den Zentrierbolzen der Tragflächen aufgespannt und mit einer Federwaage am Anfang des Seitenruders nach unten gezogen, bis der Rumpf durchgebrochen ist. Bei 600N (60kg) brach der Rumpf kurz hinter der Aufnahme für den Verbinder. Dies sollte wirklich ausreichen. Außerdem führen zu viele Verstärkungen im hinteren Teil zu mehr Trimmblei, was die Situation im vorderen Teil nicht vereinfacht. Daher verstärkten wir nur vorne ordentlich. Zusätzlich kommt nun der Bleiballast in den Verbinder (bis 1kg!).

Jetzt heißt es wieder warten auf Wind, aber hoffentlich nicht so lange wie das letzte mal......

 Dietmar Metz, Januar 2005

 

 

Übersicht Stories